Von der „Flüchtlingskrise“ zum Jobmotor

DIW Econ analysiert in ihrer jüngsten Studie im Auftrag von Tent Partnership for Refugees die Herausforderungen und Folgen der Integration Geflüchteter auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Dazu wurden 100 mittlere und große Unternehmen mit Erfahrung in der Integration von Geflüchteten seit 2015 befragt, sowie qualitative Interviews mit Unternehmer:innen durchgeführt.

In der Praxis hat die Einstellung Geflüchteter verschiedene Effekte. Während die Unternehmen von einem Anstieg der Zufriedenheit in der Belegschaft, einer besseren Positionierung als attraktiver Arbeitgeber und von positiven unternehmerischen Entwicklungen berichten, stellen für viele Unternehmen jedoch die Abläufe bei der Einstellung von Geflüchteten ein Risiko dar. Zu den Herausforderungen gehören Hürden im Einstellungsprozess, mangelnde Sprachkenntnisse sowie nicht anerkannten Qualifikationen.

Im Zuge der Vorbereitungen Deutschlands, Geflüchtete aus der Ukraine, Afghanistan und anderen Krisengebieten der Welt aufzunehmen, dient dieser Bericht als praktikabler Leitfaden für Unternehmen, die Geflüchtete in ihre Belegschaften integrieren wollen. „Jedes Unternehmen kann profitieren, die Mehrheit der befragten Unternehmen bewertet die Einstellung Geflüchteter positiv“, berichtet DIW Econ Consultant Anne-Christin Winkler, „Knapp neun von zehn Unternehmen planen auch in Zukunft Geflüchtete einzustellen“.

Welche staatlichen Unterstützungsangebote eine wichtige Rolle bei der Integration Geflüchteter gespielt haben, ist Gegenstand des aktuellen DIW Wochenberichts von DIW Econ in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Alexander S. Kritikos:

DIW Wochenbericht 20 / 2022

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