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Die ostdeutsche Wirtschaft ist zu kleinteilig strukturiert

DIW Wochenbericht 82 (2015), 35, S. 764-772

Die ostdeutsche Wirtschaft hat fast 25 Jahre nach der Wiedervereinigung noch nicht zur westdeutschen Wirtschaft aufgeschlossen. Im Vergleich zu Westdeutschland erreichte die Wirtschaftsleistung der ostdeutschen Bundesländer pro Kopf im Jahr 2013 nur etwas mehr als 70 Prozent. Auch kurz- oder mittelfristig werden die neuen Bundesländer nicht auf das westdeutsche Niveau aufschließen, da ihre Wachstumsdynamik zu gering ist.

Kleinteiligkeit der ostdeutschen Wirtschaft

Der Mangel an größeren Unternehmenseinheiten wird häufig als einer der Gründe für eine geringere Wachstumsdynamik in Ostdeutschland genannt. So sind große Unternehmen oftmals überdurchschnittlich produktiv, wichtig für die Innovationsleistung einer Region, zahlen überdurchschnittlich hohe Löhne und sind deutlich besser als kleine Unternehmen in der Lage, internationale Märkte zu erschließen. Zudem sind sie wichtige Ankerpunkte für die Entwicklung von Clustern und regionalen Wertschöpfungsketten.

Wirtschaftsfaktor Hochschule in der Freien und Hansestadt Hamburg

DIW Econ hat im Auftrag der Landeshochschulkonferenz Hamburg den Wirtschaftsfaktor Hochschule in der Freien und Hansestadt Hamburg untersucht.

Die sechs betrachteten Hochschulen lösten im Jahr 2013 einen Bruttowertschöpfungseffekt von 1.356 Millionen Euro und einen Beschäftigungseffekt von 22.634 Erwerbstätigen (incl. verbundene Unternehmen) aus. Das entspricht einem Anteil an der Hamburger Wirtschaftsleistung von 1,4 %. Diese Werte unterstreichen den Stellenwert der Hochschulen für die Hamburger Wirtschaft.

Die ökonomische Bedeutung der Windenergiebranche

Die Windenergie an Land in den Bundesländern Bremen und Niedersachsen ist ein Jobmotor und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Branche inzwischen auf über 20.000 Beschäftigte und eine Bruttowertschöpfung von über 3 Milliarden Euro pro Jahr kommt. Damit ist die Windenergiebranche etwa so groß wie die Land- und Forstwirtschaft.