Die Wertschöpfungsabgabe als alternatives Instrument zur Finanzierung der sozialen Sicherung aus österreichischer Perspektive

Der aktuelle Monatsbericht des WIFO in Wien basiert auf einer Kurzexpertise der DIW Econ für das deutsche Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Anselm Mattes und Michael Arnold diskutieren darin gemeinsam mit Margit Schratzenstaller (WIFO) und Stefan Bach (DIW Berlin) die Funktionsweise und Vor- und Nachteile einer Wertschöpfungsabgabe. Die Einführung einer solchen Abgabe wird in Österreich diskutiert, weil befürchtet wird, dass die Finanzierung der Sozialversicherungen durch verschiedene Entwicklungen (u.a. Digitalisierung) erodiert.

Im Ergebnis kommen die AutorInnen zu dem Schluss, dass die Finanzierungsbasis der Sozialversicherungen derzeit nicht massiv gefährdet erscheint. Die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe dürfte weiterhin mit verschiedenen schwierig zu prognostizierenden Nebeneffekten wie etwa einer Dämpfung der Investitionsanreize verbunden sein, sodass die Beschäftigungswirkungen unklar sind. Entsprechend
ist die tatsächliche Inzidenz bezüglich der funktionellen und personellen Einkommensverteilung unsicher. Umso dringlicher sind weitere, insbesondere empirisch fundierte Analysen zu diesem sachlich sehr komplexen Thema, um eine evidenzbasierte Auseinandersetzung zu ermöglichen.

Link zum WIFO-Monatsbericht

 

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